Kein Grund zum Feiern: Warum die Arbeit der Tafel Backnang aufrütteln muss

Am 9. Oktober blickte der Landesverband der Tafeln in Baden-Württemberg auf 20 Jahre Bestehen zurück. Doch die Realität vor Ort zeigt: Ein Grund zum Feiern ist das nicht. Dass Initiativen wie die Tafel Backnang des Vereins Kinder- und Jugendhilfe Backnang e.V. nach zwei Jahrzehnten notwendiger sind denn je, ist ein Alarmsignal. Hunger und Armut existieren mitten unter uns – oft im Verborgenen, geprägt von Scham und von der Gesellschaft viel zu leicht übersehen.

Die Landtagsabgeordnete Simone Kirschbaum packte während ihrer Hospitation bei der Tafel Backnang kräftig mit an und verschaffte sich dabei einen ungeschönten Eindruck. „Wir dürfen nicht wegsehen! Die Tafel rettet Lebensmittel und schützt Menschen vor dem Schlimmsten. Doch klar ist: Sie bekämpft Symptome, wo die Politik versagt“, berichtet Simone Kirschbaum.

Die Zahlen der Tafel belegen diese Aussage: durchschnittlich 65 Kunden werden täglich in Backnang gezählt und davon profitieren meist mehrköpfige Familien – Tendenz steigend.

Damit von Armut Betroffene nicht auf sich allein gestellt sind, wird bei der Tafel Backnang und dem Sozialen Warenhaus SoWas dringend Verstärkung gesucht. Nicht nur beim Sortieren, der Ausgabe oder der Logistik – jede helfende Hand kann sich mit Ihren Stärken einbringen.  Die Bereichsleitung Petra Weckert ist erreichbar unter Tel.: 07191/3419 – 148 oder per E-Mail: p.weckert@kiju-bk.de.